Die Masche war einfach, hat aber offensichtlich gut funktioniert: Ein Deutsch-Iraner soll rechtswidrig mit über Aliasnamen erworbenen Kreditkarten online bestellt haben. Dann meldete er aus unterschiedlichen Gründen Retouren an. Allerdings schickte er nur leere Packungen oder gar nichts zurück.
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Wie das Kriminalkommissariat 32 (Betrug) der Düsseldorfer Polizei berichtet, konnte dem 36-jährigen Betrüger nun zusammen mit der Staatsanwaltschaft das Handwerk gelegt werden. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Bei dem Mann konnten Luxusartikel und 50.000 Euro Bargeld sichergestellt werden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter.
Spedition für den Abtransport von Beweisstücken
Laut Polizei Düsseldorf kaufte der Beschuldigte unterschiedlichste Waren, von der Spülmaschine über Bettwäsche bis zu Zahnsticks. Mutmaßlich gelang es ihm so Waren zu behalten und für sich selbst zu nutzen. Den großen Gewinn in bar machte er nach den bisherigen Erkenntnissen jedoch, indem er nicht versandte Retouren wie z. B. Smartphones weiter verkaufte und so zu Vermögen kam.
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Die Beamten fanden neben den vielen Artikeln auch in einem Regal in einem Bücherversteck das Bargeld. Der Mann wurde vor Ort festgenommen. Die Anzahl der sichergestellten Gegenstände war so groß, dass in Neuss zum Abtransport eine Spedition angemietet werden musste.
Der Trick erinnert an den Betrügerring "GermanRefundCrew", der mit Betrugsmaschen rund um Rücksendungen von Online-Bestellungen 530.000 Euro ergaunert haben soll. Über die Telegram-Gruppe haben die Männer laut Generalstaatsanwaltschaft Bamberg diesen Betrug als Dienstleistung angeboten. Sie verlangten im Gegenzug einen Anteil von 23 bis 27 Prozent des Warenwerts oder einen vereinbarten Festpreis. Die Beteiligten müssen sich nun vor Gericht verantworten (ChannelPartner berichtete).
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