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Systemhausstudie 2018

Vertrauen und persönliche Empfehlungen sind gefragt

Lenz Nölkel ist Communication Manager und Editor In Chief bei der evernine Group.
Jakob Jung ist freier Autor in München.
Unternehmen gehen sorgsam vor, wenn sie sich für die Zusammenarbeit mit einem Partner entscheiden oder diese fortsetzen wollen. Vertrauen und langjährige Zusammenarbeit sind die wichtigsten Kriterien, nach denen Anwender ihre Systemhäuser auswählen.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, heißt es bei Schiller. Dies könnte auch das Motto für Anwender sein, die einen Begleiter auf dem komplizierten Weg durch die IT-Welt suchen. Es ist gerade für mittelständische Unternehmen sehr schwer, die vielen Neuheiten in der IT im Blick zu behalten und auf Herausforderungen zu reagieren. Die Systemhausstudie 2018 zeigt einen Wandel im Kooperationsverhalten an: Anwender arbeiten 2018 tendenziell mit weniger Systemhäusern zusammen. Die Zahl der Befragten, die nur mit einem Systemhaus kooperiert, stieg gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Vertrauen und technisches Know-how sind die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Systemhauspartners.
Vertrauen und technisches Know-how sind die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Systemhauspartners.
Foto: Sergey Nivens - shutterstock.com

Vertrauen, Regionalität und Transparenz stehen im Fokus

Die wichtigsten Kriterien, nach denen Anwender ihre Systemhauspartner wählen, sind Vertrauen und technologisches Know-how (jeweils über 70 Prozent). Ebenfalls große Bedeutung haben die gute Zusammenarbeit in einem anderen IT-Projekt, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, persönliche Kontakte und regionale Nähe (jeweils mehr als 50 Prozent). Auch Prozess-Know-how und Branchenkompetenz sowie ein transparentes Preisgefüge sind gefragt. Nur eine sehr geringe Rolle spielt dagegen internationale Präsenz.

Bei den Projekten, die Anwender gemeinsam mit Systemhäusern durchführen, stehen IT-Sicherheit und die PC/Server-Infrastruktur gemeinsam an der Spitze (je 53 Prozent). Es folgen knapp dahinter Netzwerkinfrastruktur und Storage und mit etwas weiterem Abstand Infrastruktur-Software (30 Prozent). Knapp ein Viertel der Projekte entfiel auf Anwendungssoftware, etwa ERP, CRM und BI. Ein Schattendasein führen nach wie vor Projekte in den Bereichen Mobility, Unified Collaboration sowie Communication und Drucklösungen.

Das erwarten Anwender

Zunehmend erhalten Fachabteilungen eigene IT-Budgets und damit auch die Chance, einen neuen Systemhauspartner auszuwählen. Bei dieser Wahl eines Systemhauspartners ist in erster Linie langjähriges Vertrauen gefragt (76 Prozent). Weit abgeschlagen folgen die persönliche Empfehlung eines Kollegen (29 Prozent) oder eines Herstellers (21 Prozent). Ebenfalls bedeutend sind Treffen auf Veranstaltungen (15 Prozent).

Im nächsten Jahr wollen Anwender vor allem das Thema IT-Security fokussieren. Mit einigem Abstand folgen PC-/Server-Infrastruktur, Netzwerklösungen und Storage. Über 89 Prozent der Anwender wollen ihre Systemhauspartner weiterempfehlen. An der Spitze liegen dabei die Systemhäuser Netzorange, Elanity, Interface:systems und IBH IT Service mit jeweils über 99 Prozent.

Geschäftsbereiche werden wichtiger

Naturgemäß entscheidet meist die IT-Abteilung, über welche Quellen IT-Produkte und Services bezogen werden (76 Prozent). Diese Abteilung verfügt mehrheitlich auch über eigene IT-Budgets (68 Prozent). Daran hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Gleiches gilt auch für die in Fragen der IT-Anschaffungen zweitmächtigste Entscheider-Riege: die Geschäftsführung. In knapp der Hälfte der befragten Unternehmen (47 Prozent) haben sie sich ein eigenes IT-Budget gesichert und damit ein entscheidendes Mitspracherecht bei der Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern.

Von 15 auf 18 Prozent gestiegen ist im Vorjahresvergleich allerdings der Anteil jener Firmen, in denen die Fachbereiche über eigene IT-Budgets verfügen. Interessanterweise ist ihr Einfluss auf die Wahl des Dienstleisters und des Produktanbieters dabei nahezu konstant geblieben.

Dies deckt sich mit den Erkenntnissen vergleichbarer Studien. Überwiegend getrieben durch die für jeden User leicht zugänglichen Cloud-Services gewinnen Fachbereiche zusehends an Autonomie und stoßen eigene Projekte an.

Weitere Beiträge zur Systemhausstudie 2018:

Gesamtranking

Trends bei den Projekten - Teil 1: Die Systemhäuser mit der höchsten Weiterempfehlungsrate

Trends bei den Projekten - Teil 2: Sicherheit - das Trendthema heißt Firewall

Trends bei den Projekten - Teil 3: Netzwerke: alles neu, aber langsam

Trends bei den Projekten - Teil 4: Anwendungssoftware – SAP und Microsoft dominieren

Trends bei den Projekten - Teil 5: Server und PC - Generationswechsel

Trends bei den Projekten - Teil 6: Storage legt den Turbo ein

Trends bei den Projekten - Teil 7: Enterprise Mobility - Sicherheit im Vordergrund

Trends bei den Projekten - Teil 8: Collaboration – Behutsame Modernisierung

Trends bei den Projekten - Teil 9: Drucklösungen - Intelligenter Druck erhöht Produktivität

Trends bei den Projekten - Teil 10: Software-Infrastruktur - Überforderung macht sich breit